Domain zu STRATO umziehen: Auth-Code, .de-Besonderheiten

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Ein Domainumzug zu STRATO scheitert selten am Anbieter und fast immer an drei Kleinigkeiten: einem fehlenden Auth-Code, einer noch aktiven Transfersperre oder veralteten Kontaktdaten. Klären Sie diese drei Punkte vorab, dauert die eigentliche Bestellung bei STRATO nur wenige Minuten – abgeschlossen ist der Umzug bei .de-Domains oft innerhalb eines Tages, bei .com und anderen internationalen Endungen meist erst nach fünf bis sieben Tagen. Diese Anleitung zeigt den kompletten Ablauf, die Unterschiede zwischen den Domainendungen und wie Sie verhindern, dass Website oder E-Mail während des Umzugs ausfallen.

Voraussetzungen vor dem Umzug prüfen

Bevor Sie bei STRATO überhaupt etwas bestellen, sollten Sie beim aktuellen Anbieter drei Dinge sicherstellen. Sonst wird der Transfer abgelehnt und Sie starten von vorn.

Transfersperre (Registrar Lock) deaktivieren

Die meisten internationalen Domains (.com, .net, .org, .info und so weiter) sind ab Werk mit einer Transfersperre versehen – dem sogenannten Registrar Lock oder Domain Lock. Solange diese aktiv ist, weist die zuständige Registry jeden Umzug automatisch zurück. Loggen Sie sich beim bisherigen Anbieter ein und deaktivieren Sie die Sperre in der Domainverwaltung. Bei .de-Domains gibt es diesen Lock in der Form nicht; hier genügt der Auth-Code.

Auth-Code (AuthInfo) anfordern

Der Auth-Code – bei .de-Domains AuthInfo genannt, bei gTLDs auch EPP- oder Transfercode – ist das Passwort, das den Umzug autorisiert. Ohne ihn geht nichts. Sie fordern ihn ausschließlich beim abgebenden Anbieter an, meist direkt in der Domainverwaltung, teils nur per Support-Anfrage.

Zwei Punkte sind wichtig: Der Code ist häufig nur begrenzt gültig (bei der .de-AuthInfo setzt der abgebende Anbieter ein Ablaufdatum, oft rund 30 Tage), und er kann Sonderzeichen enthalten. Kopieren Sie ihn deshalb exakt und starten Sie den Transfer zeitnah, statt den Code wochenlang liegen zu lassen.

Laufzeit und Kontaktdaten kontrollieren

Prüfen Sie das WHOIS-Kontaktprofil, besonders die hinterlegte E-Mail-Adresse: Bei internationalen Domains verschickt die Registry eine Bestätigungsmail (Form of Authorization, FOA) an genau diese Adresse. Ist sie veraltet, kommt die Freigabe nie an. Achten Sie außerdem auf zwei Fristen:

  • 60-Tage-Regel: Internationale Domains lassen sich laut ICANN-Vorgabe erst 60 Tage nach der Registrierung oder einem vorherigen Umzug transferieren. Frisch registrierte oder gerade umgezogene Domains müssen warten.
  • Ablaufdatum: Ziehen Sie nicht in den letzten Tagen vor Ablauf um. Bricht der Transfer über das Ablaufdatum hinweg ab, riskieren Sie eine kurzzeitig nicht erreichbare Domain. Planen Sie mindestens zwei Wochen Puffer ein.

Schritt für Schritt: Domain zu STRATO übertragen

Sind die Vorbereitungen erledigt, läuft die Bestellung bei STRATO in wenigen Schritten ab:

  1. Rufen Sie auf der STRATO-Website den Bereich für den Domainumzug bzw. Domaintransfer auf und geben Sie die umzuziehende Domain ein.
  2. Tragen Sie den zuvor angeforderten Auth-Code ein. STRATO prüft ihn direkt gegen die Registry.
  3. Vervollständigen Sie Ihre Kunden- und Rechnungsdaten und schließen Sie die Bestellung ab.
  4. Bestätigen Sie – je nach Endung – die Freigabe. Bei gTLDs klicken Sie den Link in der FOA-Bestätigungsmail an, um den Transfer zu beschleunigen.

Anschließend erhalten Sie eine Eingangsbestätigung. Sobald der Transfer abgeschlossen ist, meldet STRATO das per E-Mail, und die Domain erscheint in Ihrem STRATO-Konto. Wie lange die Freischaltung insgesamt dauert, hängt stark von der Endung ab – dazu haben wir die Fristen in wie lange es dauert, bis eine Domain freigeschaltet wird gesondert aufgeschlüsselt.

.de gegenüber .com: die Unterschiede beim Transfer

Der Ablauf ist je nach Endung technisch verschieden:

  • .de-Domains wechseln über den KK-Antrag (Konnektivitätskoordination) bei der DENIC. STRATO stößt den Providerwechsel mit Ihrer AuthInfo an; ist der Code gültig, ist der Umzug oft innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag erledigt. Eine zusätzliche Vertragsverlängerung ist damit nicht automatisch verbunden.
  • Internationale Domains (gTLDs) durchlaufen den ICANN-Transferprozess mit FOA-Bestätigung. Das dauert regulär bis zu fünf bis sieben Tage. Dafür wird die Laufzeit beim Transfer üblicherweise um ein Jahr verlängert – Sie „verlieren” die Restlaufzeit also nicht, sondern hängen ein Jahr an.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, bei welchem Anbieter oder unter welcher Endung Ihre Domain aktuell liegt, hilft die Anleitung wie Sie den Anbieter einer Domain herausfinden weiter.

Website und E-Mail vor Ausfall schützen

Der häufigste böse Überraschungsmoment: Nach dem Umzug ist die Website weg oder E-Mails kommen nicht mehr an. Ursache ist fast immer, dass mit dem Registrar auch die Nameserver gewechselt wurden und die alten DNS-Einträge nicht übernommen wurden.

Notieren Sie deshalb vor dem Transfer alle relevanten DNS-Einträge beim alten Anbieter:

  • A- und AAAA-Records (IP-Adresse Ihrer Website)
  • MX-Records (Mailserver – kritisch, wenn Ihr Postfach woanders liegt)
  • CNAME-Records (z. B. www oder Subdomains)
  • TXT-Records (SPF, DKIM, DMARC und Verifizierungen)

Legen Sie diese Einträge nach dem Umzug im STRATO-DNS-Manager identisch wieder an – oder belassen Sie die bestehenden Nameserver zunächst, falls Ihr Hosting und Ihre E-Mail bei einem Drittanbieter bleiben. Ein Domaintransfer betrifft nur den Registrar, nicht zwingend Ihr Hosting; beides kann getrennt liegen.

Typische Fehler und ihre Lösung

  • „Auth-Code ungültig”: Meist ist der Code abgelaufen oder ein Zeichen wurde beim Kopieren verändert. Fordern Sie beim alten Anbieter einen frischen Code an und fügen Sie ihn ohne Leerzeichen ein.
  • Transfer wird sofort abgelehnt: In der Regel ist die Transfersperre beim gTLD noch aktiv. Deaktivieren Sie den Registrar Lock und starten Sie erneut.
  • FOA-Bestätigungsmail kommt nicht an: Die WHOIS-E-Mail ist veraltet oder ein aktivierter WHOIS-/Privacy-Schutz blockiert den Versand. Aktualisieren Sie die Adresse bzw. schalten Sie den Schutz für den Umzug kurz ab.
  • Domain lässt sich nicht transferieren: Prüfen Sie die 60-Tage-Sperre und ob die Domain nicht kurz vor dem Ablauf steht oder bereits gekündigt wurde. Was bei einer Kündigung passiert, erklärt was passiert, wenn ich meine Domain kündige.

Was kostet der Umzug?

STRATO bewirbt Transfers je nach Aktion häufig ohne separate Transfergebühr; für die Folgejahre gilt der reguläre Preis der jeweiligen Domainendung. Die Konditionen ändern sich regelmäßig und unterscheiden sich stark zwischen .de und internationalen Endungen.

FAQ

Geht meine Website während des Umzugs offline? Nicht, wenn Sie die DNS-Einträge vorher sichern und beim neuen Anbieter identisch anlegen – oder die bestehenden Nameserver zunächst beibehalten. Der Transfer selbst wechselt nur den Registrar, nicht automatisch die Erreichbarkeit.

Verliere ich die verbleibende Laufzeit meiner Domain? Bei internationalen Endungen nicht: Der Transfer verlängert die Laufzeit üblicherweise um ein Jahr, die Restlaufzeit wird angehängt. Bei .de-Domains verlängert der Providerwechsel die Laufzeit nicht automatisch.

Wie lange dauert der Transfer zu STRATO? .de-Domains sind über den KK-Antrag oft innerhalb weniger Stunden bis zu einem Tag umgezogen. Internationale Domains brauchen wegen des ICANN-Bestätigungsverfahrens meist fünf bis sieben Tage – schneller, wenn Sie die FOA-Mail sofort bestätigen.

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