Domain bei Google: Kosten nach dem Squarespace-Wechsel

Domains

Wer 2026 nach dem Preis einer Domain „bei Google“ sucht, stößt auf ein grundsätzliches Problem: Google Domains gibt es nicht mehr. Google hat das gesamte Domain-Geschäft an Squarespace verkauft, die Übernahme wurde am 7. September 2023 abgeschlossen, und die Migration aller Domains war Mitte 2024 durch. Die alte Adresse domains.google leitet nur noch auf Squarespace weiter.

Die kurze Antwort vorweg: Eine bestehende „Google-Domain“ liegt heute bei Squarespace und funktioniert weiter, neu kaufen lässt sie sich „bei Google“ nur noch auf zwei indirekten Wegen — Registrar ist in beiden Fällen Squarespace — und meist ist ein anderer Anbieter günstiger. Preise, Fallstricke und der saubere Wechsel folgen jetzt Schritt für Schritt.

Google Domains gibt es nicht mehr — kurz und faktisch

Die wichtigsten Eckdaten:

  • 15. Juni 2023: Google kündigt den Verkauf von Google Domains an Squarespace an.
  • 7. September 2023: Die Übernahme ist rechtlich abgeschlossen. Squarespace übernimmt alle Domain-Registrierungen samt Kundenkonten.
  • bis Mitte 2024: Alle Domains werden schrittweise auf die Squarespace-Plattform migriert. Nutzer mussten ein Squarespace-Konto anlegen oder verknüpfen.

Wenn Sie also früher eine Domain bei Google gekauft haben, liegt diese heute bei Squarespace. Ihre Domain funktioniert weiter, aber verwaltet, verlängert und abgerechnet wird sie über das Squarespace-Konto, nicht mehr über ein Google-Konto.

Was Ihre bestehende Domain jetzt kostet

Squarespace hat zugesagt, die bisherigen Google-Konditionen für migrierte Domains zunächst beizubehalten — in der Praxis rund 12 Monate ab der individuellen Migration des jeweiligen Kontos, nicht ab einem einheitlichen Stichtag für alle Nutzer. Bei den meisten lief diese Schonfrist im Laufe des Jahres 2024 aus.. Seitdem greifen für migrierte Domains die regulären Squarespace-Tarife — spürbar über den früheren Google-Preisen.

Zur Orientierung, was sich verschoben hat:

  • Eine .com-Domain kostete bei Google Domains rund 12 USD pro Jahr. Der Squarespace-Standardtarif liegt darüber.
  • Bei Google war WHOIS-Datenschutz (Privacy Protection) kostenlos inklusive. Prüfen Sie, ob das bei Ihrem migrierten Tarif noch gilt.
  • Die Abrechnungswährung und die Zahlungsmethode können sich beim Wechsel geändert haben.

Praktischer Rat: Loggen Sie sich einmal aktiv ins Squarespace-Domainkonto ein und prüfen Sie das konkrete Verlängerungsdatum und den hinterlegten Preis, statt sich auf die alten Google-Konditionen zu verlassen. Wer die höheren Verlängerungskosten nicht zahlen will, kann die Domain zu einem anderen Registrar transferieren — dazu unten mehr.

„Bei Google“ eine neue Domain kaufen: die zwei verbliebenen Wege

Ganz weg ist Google aus dem Domain-Thema nicht. Es gibt 2026 noch zwei Wege, bei denen Google beteiligt ist — in beiden Fällen ist der eigentliche Registrar aber Squarespace.

1. Über Google Workspace

Wenn Sie Google Workspace (früher G Suite) einrichten und noch keine eigene Domain besitzen, bietet der Onboarding-Assistent an, direkt eine Domain zu registrieren. Diese Registrierung läuft seit dem Verkauf über Squarespace als offiziellen Registrar für Google Workspace. Sie kaufen die Domain also im Workspace-Ablauf, der Vertrag und die Verlängerung liegen aber bei Squarespace. Für ein reines E-Mail-/Office-Paket ist das bequem, für eine unabhängige Domain-Verwaltung eher nicht ideal.

2. Über Google Cloud Domains (für Entwickler)

Der technischste Weg ist Cloud Domains in der Google Cloud Platform. Das Produkt existiert weiter und lässt sich per Konsole, API oder gcloud-CLI bedienen. Auch hier gilt: Google ist seit der Migration nur noch Reseller, der Registrar of Record ist Squarespace, und Sie müssen die Squarespace-Nutzungsbedingungen im Projekt akzeptieren.

Verfügbarkeit und Registrierung laufen zum Beispiel so:

# Prüfen, ob eine Domain frei ist (zeigt auch den Jahrespreis)
gcloud domains registrations search-domains example.de

# Domain registrieren
gcloud domains registrations register example.de

Die angezeigten Preise sind Squarespace-Reseller-Preise und werden meist in USD ausgewiesen. Cloud Domains ist sinnvoll, wenn Sie die Domain ohnehin in einem Google-Cloud-Projekt brauchen und DNS über Cloud DNS steuern. Für eine einzelne Firmen-Website ist der Weg überdimensioniert.

Wichtige Einschränkungen, die seit der Migration gelten:

  • Kein Transfer-In: Domains von Fremd-Registraren lassen sich nicht mehr in Cloud Domains hereinholen.
  • Google Domains als DNS-Anbieter wird abgeschaltet. Neue Domains nutzen Cloud DNS oder einen externen Nameserver.
  • UI, API und gcloud-CLI bleiben für Suche, Registrierung, Verlängerung, Kontakt- und DNS-Änderungen sowie Transfer-Out weiter nutzbar.

Preisorientierung: womit Sie rechnen müssen

Konkrete Zahlen ändern sich, deshalb hier nur die Größenordnung — die genauen Tarife bitte am Kauftag prüfen:

  • .com: grob 15–25 € pro Jahr, je nach Registrar.
  • .de: bei deutschen Anbietern häufig 5–15 € pro Jahr; über Squarespace tendenziell teurer.
  • Spezielle Endungen wie .tech, .store oder .io liegen deutlich höher, teils 30–60 € oder mehr pro Jahr.

Achten Sie immer auf zwei Zahlen getrennt: den Aktionspreis im ersten Jahr und den regulären Verlängerungspreis. Der niedrige Einstiegspreis ist die häufigste Kostenfalle — im zweiten Jahr wird oft ein Vielfaches fällig.

Typische Fehler beim Wechsel weg von Google — und die Lösung

  • „Ich finde meine Domain nicht mehr.“ Sie suchen im falschen Konto. Die Domain liegt bei Squarespace; melden Sie sich dort mit der E-Mail-Adresse an, die früher bei Google Domains hinterlegt war.
  • Ungewollte Verlängerung zum höheren Tarif. Prüfen Sie, ob die Auto-Verlängerung aktiv ist, und entscheiden Sie vor dem Stichtag, ob Sie bleiben oder wechseln.
  • Transfer scheitert an der Sperre. Für einen Umzug brauchen Sie den Auth-Code (EPP-Code) und eine entsperrte Domain (Transfer Lock aus). Direkt nach einer Registrierung oder einem vorherigen Transfer gilt oft eine 60-Tage-Sperre.
  • DNS bricht beim Umzug. Notieren Sie vor dem Transfer alle DNS-Einträge (A, AAAA, MX, TXT/SPF, CNAME) und legen Sie sie beim neuen Anbieter an, bevor Sie die Nameserver umstellen — sonst fallen Website oder E-Mail vorübergehend aus.

Wenn Sie ohnehin über einen Wechsel nachdenken, lohnt vorab der Blick auf was passiert, wenn Sie Ihre Domain kündigen, damit Sie eine Domain nicht versehentlich freigeben.

Günstigere und unabhängigere Alternativen

Sie sind nicht auf Squarespace angewiesen. Klassische Registrare und Hoster in Deutschland und Europa registrieren .de- und .com-Domains oft günstiger, mit deutschsprachigem Support und transparenter Preisstruktur. Für die meisten Projekte ist ein Anbieter sinnvoll, bei dem Domain, Hosting und E-Mail zusammenliegen — das erspart die getrennte DNS-Pflege. Mehr dazu, was gutes Hosting ausmacht, lesen Sie unter intelligentes Hosting. Und falls Sie noch gar keine eigene Domain brauchen, zeigt Website erstellen ohne Domain, welche Optionen es gibt.

FAQ

Kann ich 2026 noch direkt bei Google eine Domain kaufen? Nicht mehr als eigenständigen Verbraucherdienst. Google Domains ist eingestellt. Es geht nur noch indirekt: über Google Workspace oder über Google Cloud Domains — in beiden Fällen ist Squarespace der eigentliche Registrar.

Was ist mit meiner alten Google-Domain passiert? Sie wurde automatisch zu Squarespace migriert und funktioniert weiter. Verwaltung und Abrechnung laufen jetzt über ein Squarespace-Konto. Die früheren Google-Preise galten nur bis zum 7. September 2024, danach greifen die Squarespace-Tarife.

Ist Squarespace teurer als Google Domains früher war? In der Regel ja. Squarespace hat die Google-Preise ein Jahr gehalten und rechnet seitdem zu eigenen, meist höheren Tarifen ab. Wer sparen will, sollte den Verlängerungspreis prüfen und gegebenenfalls zu einem günstigeren Registrar transferieren.

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