Wer steckt hinter Bricks Builder? Gründer, Team und Firma

WordPress

Hinter Bricks Builder stehen zwei Personen: Thomas Ehrig, ein autodidaktischer Web-Entwickler und Designer aus Dresden, und sein Mitgründer Luis Godinho, ein erfahrener WordPress-Entwickler. Die dazugehörige Firma sitzt im zyprischen Paphos, gilt als 2018 gegründet und arbeitet zu 100 % eigenfinanziert – kein Investorengeld, keine Konzernmutter. Die erste öffentliche Version erschien im März 2021; heute pflegt ein bewusst kleines Kernteam den Builder, aktuell in Version 2.3.9 (Stand: 9. Juli 2026). Wer dahintersteht, ist dabei keine Nebensache: Es entscheidet mit, wie schnell Updates erscheinen, wie Sie den Support erreichen und welches Risiko Sie eingehen, wenn Sie ein Kundenprojekt langfristig auf Bricks aufbauen.

Bricks Builder auf einen Blick

MerkmalFakt
GründerThomas Ehrig (Lead-Entwickler & Designer, aus Dresden)
MitgründerLuis Godinho (Senior-Entwickler, seit 2020 in Vollzeit)
FirmensitzPaphos, Zypern (Handelsregister-Nr. HE 383869)
Unternehmen gegründet2018
Erste öffentliche VersionMärz 2021
Finanzierung100 % eigenfinanziert (bootstrapped)
Aktuelle Version2.3.9 (9. Juli 2026)
Technische BasisWordPress-Theme, Editor auf Vue.js 3
Preismodellab 79 USD/Jahr, kein Gratis-Tarif
Umfangüber 110 Bausteine, 60 Tage Geld-zurück-Garantie

Der Gründer: Thomas Ehrig

Thomas Ehrig ist zertifizierter WordPress-Entwickler und stammt aus Dresden. Nach eigenen Angaben kam er 2008 erstmals mit dem System in Berührung und brachte sich sein Handwerk selbst bei – vom Design über PHP bis JavaScript. Bekannt wurde er 2014 mit Worx, einem schlanken Portfolio-Theme, das es in die Top 100 von Creative Market schaffte; dort und auf Envato zählte er zu den bestbewerteten Autoren. Im März 2020 folgte HappyFiles, ein Plugin, das die WordPress-Medienbibliothek um Ordner und eine geordnete Verwaltung erweitert und bis heute eigenständig gepflegt wird.

Durch alle Projekte zieht sich derselbe rote Faden, der später Bricks prägt: Geschwindigkeit, sauberer Code und eine reduzierte, klare Oberfläche. Die Idee zu einem eigenen Page-Builder entstand Ende 2017. Ehrigs erklärtes Ziel war, die typischen Schwächen bestehender Builder zu vermeiden – aufgeblähtes HTML, träge Editoren und Shortcode-Ballast, der eine Website dauerhaft an ein bestimmtes Plugin fesselt. Genau dieser Frust über vorhandene Werkzeuge erklärt, warum Bricks technisch anders gebaut ist als die Konkurrenz (dazu weiter unten mehr).

Der Mitgründer: Luis Godinho

Ehrig ist das Gesicht von Bricks, aber nicht der einzige Kopf. Luis Godinho arbeitet seit 2020 – also noch vor dem öffentlichen Launch – in Vollzeit am Produkt und gilt als Mitgründer. Er ist ein erfahrener WordPress-Entwickler mit Schwerpunkt auf Theme- und Plugin-Architektur und verantwortet einen großen Teil der Kern- und Backend-Entwicklung. Dass zwei technisch tiefe Entwickler das Steuer halten – und nicht ein Marketing- plus ein Vertriebschef –, erklärt, warum Roadmap und Changelog stark an technischer Substanz statt an Verkaufszyklen ausgerichtet sind.

Diese Konstellation ist zugleich Stärke und Schwäche: kurze Wege und hohe Code-Qualität auf der einen Seite, eine spürbare Abhängigkeit von wenigen Personen auf der anderen. Auf dieses Konzentrationsrisiko kommen wir am Ende noch zurück.

Die Firma: klein, unabhängig, auf Zypern

Aus dem Ein-Mann-Vorhaben wurde ein Unternehmen mit Sitz im zyprischen Paphos; als Gründungsjahr gilt 2018, im dortigen Handelsregister ist die Firma unter der Nummer HE 383869 geführt. Die erste öffentliche Version von Bricks erschien im März 2021. Die im Netz kursierende Angabe „2020” ist falsch – 2020 kam HappyFiles, nicht Bricks. Inzwischen arbeiten neben den beiden Gründern weitere Entwickler und Support-Kräfte am Produkt, das Kernteam bleibt aber bewusst überschaubar.

Wie stark Bricks seit dem Start gewachsen ist, zeigt schon ein einziger Preis: Zum Launch 2021 kostete eine Lifetime-Lizenz 59 USD, heute sind es 599 USD. Aus dem Nischenprojekt ist ein etabliertes Werkzeug geworden – ohne dass je Investorengeld oder eine Übernahme im Spiel war. Bricks ist zu 100 % eigenfinanziert (bootstrapped): kein Wagniskapital, kein Konzern. Für Sie als Nutzer heißt „eigenfinanziert” vor allem, dass die Weiterentwicklung direkt aus den Lizenzeinnahmen bezahlt wird – nicht aus Werbung, Datenverkauf oder dem Wachstumsdruck von Geldgebern. Wer die Eigentums- und Lizenzverhältnisse genauer verstehen will, findet die Details unter /wem-gehoert-bricks-builder/.

Wer steckt hinter den anderen großen Buildern?

Der Vergleich mit der Konkurrenz macht Bricks’ Sonderrolle greifbar. Wer hinter einem Builder steht und wie er finanziert ist, entscheidet über Entwicklungstempo, Preispolitik und Übernahmerisiko:

BuilderWer dahinterstehtModellFinanzierung
BricksThomas Ehrig & Luis Godinho, ZypernTheme, kein Freemiumeigenfinanziert
ElementorElementor Ltd., Israel (2016 gegründet)Freemium-PluginVC-finanziert (rund 65 Mio. USD)
DiviElegant Themes / Nick Roach, USAPlugin & Theme, Lifetimeeigenfinanziert

Elementor hat mit Risikokapital ein großes Team und breites Marketing aufgebaut – dafür lasten auf einem VC-finanzierten Anbieter Wachstums- und Renditeerwartungen der Investoren. Bricks und Divi finanzieren sich dagegen aus dem eigenen Umsatz: unabhängiger in den Entscheidungen, aber personell deutlich schlanker. Diese Einordnung ist kein Detail für Insider – sie bestimmt, wie wahrscheinlich es ist, dass „Ihr” Builder in fünf Jahren noch genauso weitergeführt wird.

Warum es kein kostenloses Bricks gibt

Anders als Elementor oder Divi setzt Bricks nicht auf ein Freemium-Modell. Es gibt keine Gratis-Version und keinen Eintrag im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis – nur kostenpflichtige Lizenzen. Kostenlos ausprobieren können Sie den Editor lediglich in einer Online-Demo unter try.bricksbuilder.io, ohne eigene Installation. Diese Entscheidung ist bewusst getroffen: Ein kleines Team, das keine Masse an Gratis-Nutzern betreuen muss, kann seine Zeit auf zahlende Kunden und schnelle Entwicklung konzentrieren. Der Preis dafür ist, dass Sie Bricks nicht dauerhaft gratis auf einer echten Seite testen können.

Die aktuelle Preisstruktur (Stand: Juli 2026):

TarifPreisWebsitesBesonderheit
Starter79 USD/Jahr1voller Funktionsumfang
Business149 USD/Jahr3voller Funktionsumfang
Agency249 USD/JahrunbegrenztEintrag im Bricks-Expertenverzeichnis möglich
Ultimate (Lifetime)599 USD einmaligunbegrenztalle künftigen Updates, Features & Support

Alle Tarife enthalten denselben vollen Funktionsumfang, über 110 Bausteine und eine 60-tägige Geld-zurück-Garantie – sie unterscheiden sich nur in der Zahl der aktivierbaren Live-Websites und darin, ob Sie jährlich oder einmalig zahlen. Praktisch: Lokale Installationen und Staging-Seiten zählen nicht gegen das Lizenzlimit, Sie können also gefahrlos entwickeln und testen. Eine ausführliche Kostenrechnung inklusive Zusatz-Plugins finden Sie unter /wie-viel-kostet-bricks-builder-fuer-wordpress/; wie sich die Lizenz über die Laufzeit rechnet, klärt /wie-viel-kostet-eine-bricks-builder-mitgliedschaft/. Zum Vergleich lohnt ein Blick darauf, /was-passiert-wenn-ich-elementor-kuendige/ – denn beim Freemium-Modell endet mit dem Abo oft auch der Zugriff auf Pro-Funktionen.

Das Team und das Entwicklungsmodell

Die eigentliche Stärke liegt nicht in der Teamgröße, sondern im community-getriebenen Entwicklungsmodell:

  • Öffentliche Roadmap / Ideas-Board: Nutzer schlagen Features vor und stimmen darüber ab. Was viele Stimmen bekommt, wandert nach oben.
  • Aktives Forum unter forum.bricksbuilder.io, in dem auch das Team direkt antwortet.
  • Große Facebook-Gruppe mit tausenden Nutzern, in der Templates, Snippets und Lösungen geteilt werden.

Dieser direkte Draht zwischen Anwendern und Entwicklern ist ungewöhnlich eng. Neue Funktionen entstehen oft sichtbar aus Community-Wünschen, und jede Änderung wird in einem detaillierten Changelog dokumentiert. Auch Jahre nach dem Start erscheinen weiterhin große Versionssprünge in kurzem Takt. Mit Bricks 2.0 wurden wiederverwendbare Komponenten produktiv nutzbar – inklusive verschachtelter Komponenten, eines visuellen CSS-Grid-Builders und eines Variablen-Managers mit Farb-Editor. Die Reihe 2.3 (Hauptversion vom 18. März 2026) brachte eine bemerkenswerte Funktion: Sie kopieren fertiges HTML und CSS in die Zwischenablage, fügen es in den Editor ein, und Bricks wandelt es automatisch in native Elemente, Klassen und Variablen um. Dazu kamen ein echter, scrollbasierter Parallax-Effekt, 3D-Transforms (perspective(), scale3d()) und stark erweiterte Query-Filter. Die jüngsten Ausgaben 2.3.7 bis 2.3.9 (Juni/Juli 2026) drehten sich vor allem um Komponenten-Varianten, Gutenberg-Kompatibilität, Formulare und WooCommerce. Wie weit die KI-Funktionen inzwischen tragen, ordnet /lohnt-sich-bricks-builder-ai/ ein.

Was „hinter Bricks stehen” technisch bedeutet

Wer Bricks entwickelt hat, erklärt auch, warum es sich anders anfühlt als andere Builder. Ehrigs Performance-Fokus steckt tief in der Architektur:

  • Bricks ist ein Theme, kein Plugin-Aufsatz. Es ersetzt das aktive WordPress-Theme, statt auf einem vorhandenen Theme aufzusitzen. Dadurch entfallen doppelte Stylesheet-Aufrufe und viel überflüssiges Markup.
  • Vue.js 3 als Editor-Basis. Der Builder selbst läuft auf einem modernen JavaScript-Framework, was das Arbeiten im Editor flüssig hält – das ausgelieferte Frontend bleibt davon schlank.
  • Schlanker Output. In Community-Benchmarks erzeugt eine einfache Bricks-Seite grob 25–30 KB HTML und rund 75–100 DOM-Elemente, während vergleichbare Elementor-Layouts eher bei 90–100 KB und 300–400 DOM-Elementen liegen.
  • Framework-artiges Styling. Statt jedes Element einzeln zu formatieren, arbeiten Sie mit globalen CSS-Klassen – ähnlich wie mit einem Utility-Framework. Das hält den Code konsistent und wartbar.
  • Dynamik ohne Plugin-Wildwuchs: Query-Loop-Builder, Popup-Builder, Menu-Builder, WooCommerce-Builder, native Dynamic Data sowie ein System aus Conditions & Interactions gehören zum Standardumfang – ohne dass Sie dafür weitere Plugins nachladen. Insgesamt umfasst der Baukasten über 110 Elemente.
  • Kein Lock-in-Zwang: Bricks lässt sich mit Gutenberg-Blöcken kombinieren, und Datenquellen wie ACF, Meta Box oder Pods werden nativ eingebunden. Sie sind also nicht in ein geschlossenes Shortcode-System eingesperrt.

Kurz: Die technische DNA von Bricks – wenig Ballast, sauberes HTML, Nähe zum Code – ist direkt aus dem Werdegang seiner Gründer ableitbar. Ob das Tool datenschutzrechtlich zu Ihrem Projekt passt, klären Sie separat unter /ist-bricks-builder-dsgvo-konform/.

Was das für Sie als Nutzer heißt

Die Frage „Wer steckt dahinter?” beeinflusst konkret Ihr Risiko und Ihren Alltag mit dem Tool.

Vorteile eines kleinen, unabhängigen Teams:

  • Schnelle, geradlinige Weiterentwicklung ohne Konzern-Bürokratie.
  • Direkter Draht: Feedback landet nicht in einem anonymen Ticket-System, sondern oft beim Team selbst.
  • Ehrliches Preismodell ohne aggressive Upsells oder plötzliche Paywalls für Kernfunktionen.

Risiken, die Sie einplanen sollten:

  • Konzentrationsrisiko (Bus-Faktor): Hängt viel an einem kleinen Kreis, ist die Abhängigkeit von wenigen Personen höher als bei einem großen Anbieter.
  • Support-Kanäle: Hilfe gibt es primär über Forum und E-Mail, nicht per Telefon. Für kritische Geschäftsseiten ist das mitunter zu langsam.
  • Dokumentation: Solide, aber an manchen Stellen knapper als bei den großen Wettbewerbern – hier springt oft die Community ein.

Weil Bricks als Theme tief in die Seite eingreift, sollten Sie produktive Projekte bewusst absichern. Die folgende Checkliste deckt die wichtigsten Punkte ab:

Absicherungs-Checkliste für produktive Bricks-Projekte:

  • Automatische, externe Backups (mindestens täglich, mit getestetem Rückspielweg).
  • Eine Staging-Umgebung, auf der Sie Updates vor dem Live-Einspielen prüfen.
  • Lizenz- und Zugangsdaten sauber dokumentiert und beim Kunden hinterlegt.
  • Globale CSS-Klassen und Komponenten konsequent benannt, damit Projekte übergabefähig bleiben.
  • Eigener Code in einem Child-Theme oder versionierten Snippets statt direkt im Bricks-Theme.
  • Einen Dienstleister oder eine Agentur an der Hand, die im Ernstfall einspringt.

Den Einstieg selbst beschreibt /wie-installiere-ich-bricks-builder/ Schritt für Schritt.

FAQ

Ist Bricks Builder eine deutsche Firma? Nein. Der Gründer Thomas Ehrig stammt aus Dresden, das Unternehmen selbst ist aber im zyprischen Paphos registriert (Handelsregister-Nr. HE 383869) und international aufgestellt. Oberfläche, Doku und Support laufen überwiegend auf Englisch; deutschsprachige Hilfe kommt vor allem aus der Community und von Agenturen.

Wer ist Luis Godinho? Godinho ist Mitgründer und Senior-Entwickler von Bricks. Er arbeitet seit 2020 in Vollzeit am Produkt – noch vor dem öffentlichen Launch im März 2021 – und verantwortet einen großen Teil der Kernentwicklung. Neben ihm und Ehrig gehören inzwischen weitere Entwickler und Support-Kräfte zum Team.

Gibt es Bricks Builder kostenlos? Nein. Es existiert keine Gratis-Version und kein Eintrag im WordPress-Plugin-Verzeichnis – nur bezahlte Lizenzen ab 79 USD pro Jahr. Unverbindlich testen können Sie den Editor nur in der Online-Demo unter try.bricksbuilder.io. Details zur Staffelung: /wie-viel-kostet-bricks-builder-fuer-wordpress/.

Wie sicher ist die Weiterentwicklung bei so kleinem Team? Seit dem Start 2021 erscheinen regelmäßig Updates inklusive großer Versionssprünge, aktuell 2.3.9 (Juli 2026), und die Roadmap ist öffentlich. Dass eine Lifetime-Lizenz seit 2021 von 59 auf 599 USD gestiegen ist, zeigt zudem einen tragfähigen Umsatz. Ein Restrisiko durch die kleine Teamgröße bleibt – für geschäftskritische Websites daher immer Backups und einen Notfallplan vorhalten.

Ist Bricks unabhängiger als Elementor? In der Finanzierung ja. Elementor ist mit rund 65 Mio. USD Risikokapital finanziert und muss Renditeerwartungen bedienen; Bricks trägt sich allein aus Lizenzverkäufen. Das bedeutet mehr Entscheidungsfreiheit, aber auch weniger Personal und schmalere Support-Strukturen als beim VC-finanzierten Wettbewerber.

Kann Bricks von einem Konzern übernommen werden? Ausschließen lässt sich das bei keinem eigenfinanzierten Anbieter. Bisher gibt es aber weder Investoren noch eine Übernahme; die Firma finanziert sich allein aus Lizenzverkäufen. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt eher die Jahres- als die Lifetime-Lizenz und plant einen Wechselpfad ein.