Wer steckt hinter Bricks Builder? Gründer, Team und Firma

WordPress

Bricks Builder wirkt wie das Produkt einer großen Software-Firma – tatsächlich stammt der Kern von einem einzelnen deutschen Entwickler. Wer das ist, wie klein das Team wirklich ist und wie die Firma finanziert wird, entscheidet mit darüber, wie verlässlich Support, Roadmap und Updates für Ihr Projekt sind. Am Ende wissen Sie, worauf Sie sich verlassen können – und wo Sie besser selbst absichern.

Der Gründer: Thomas Ehrig

Hinter Bricks steht Thomas Ehrig, ein autodidaktischer Web-Entwickler und Designer aus Dresden. Seine erste Berührung mit WordPress hatte er nach eigenen Angaben 2008. Bekannter wurde er in der Community mit Worx (2014), einem schlanken Portfolio-Theme, und mit HappyFiles (2020) – einem Plugin, das die WordPress-Medienbibliothek um Ordner und eine aufgeräumte Verwaltung erweitert.

Durch diese Projekte zieht sich ein roter Faden, der später auch Bricks prägt: Fokus auf Geschwindigkeit, sauberen Code und eine reduzierte, klare Oberfläche. Die Idee zu einem eigenen Page-Builder entstand Ende 2017. Ehrigs Ziel war es, die typischen Nachteile bestehender Builder zu vermeiden – aufgeblähtes HTML, träge Editoren und Shortcode-Ballast, der eine Website an ein bestimmtes Plugin fesselt.

Vom Ein-Mann-Projekt zur kleinen Firma

Aus dem Vorhaben wurde ein Unternehmen; die erste öffentliche Version von Bricks erschien im März 2021. (Die im Netz kursierende Angabe „2020” ist falsch – 2020 kam HappyFiles, nicht Bricks.) Mitgegründet hat Bricks von Beginn an Luis Godinho, ein erfahrener WordPress-Entwickler, der seit dem Launch im März 2021 zum Team gehört. Inzwischen arbeiten mehrere Entwickler und Support-Leute am Produkt, das Kernteam bleibt aber bewusst klein.

Bricks ist zu 100 % eigenfinanziert (bootstrapped): kein Investorengeld, keine Übernahme durch einen Konzern. Der Firmensitz liegt im zyprischen Paphos; als Gründungsjahr des Unternehmens gilt 2018. Für Sie als Nutzer heißt „eigenfinanziert” vor allem, dass die Weiterentwicklung direkt aus den Lizenzeinnahmen bezahlt wird – nicht aus Werbung, Datenverkauf oder Wachstumsdruck von Geldgebern.

Warum es kein kostenloses Bricks gibt

Anders als Elementor oder Divi setzt Bricks nicht auf ein Freemium-Modell. Es gibt keine Gratis-Version und keinen Eintrag im offiziellen WordPress-Plugin-Verzeichnis – nur kostenpflichtige Lizenzen. Das ist eine bewusste Entscheidung: Ein kleines Team, das keine Masse an Gratis-Nutzern supporten muss, kann sich auf zahlende Kunden und eine schnelle Entwicklung konzentrieren.

Für die Praxis bedeutet das: Sie können Bricks nicht „mal eben kostenlos ausprobieren”. Wenn Sie die Kosten einordnen wollen, hilft der Überblick unter /wie-viel-kostet-bricks-builder-fuer-wordpress/. Die Preise beginnen bei 79 US-Dollar pro Jahr für eine Website (Starter); darüber liegen Business (149 US-Dollar/Jahr, 3 Websites) und Agency (249 US-Dollar/Jahr, unbegrenzt viele Websites). Daneben gibt es eine Ultimate-Lifetime-Lizenz für einmalig 599 US-Dollar mit unbegrenzten Websites sowie dauerhaften Updates und Support (Stand: Juli 2026). Alle Pakete enthalten denselben vollen Funktionsumfang und eine 60-tägige Geld-zurück-Garantie; die genauen Beträge können sich ändern.

Das Team und die Community

Das Kernteam ist überschaubar – ein paar Entwickler plus Support. Die eigentliche Stärke liegt im community-getriebenen Entwicklungsmodell:

  • Öffentliche Roadmap / Ideas-Board: Nutzer schlagen Features vor und stimmen darüber ab. Was viele Stimmen bekommt, wandert nach oben.
  • Aktives Forum unter forum.bricksbuilder.io, in dem auch das Team direkt antwortet.
  • Große Facebook-Gruppe mit tausenden Nutzern, in der Templates, Snippets und Lösungen geteilt werden.

Dieser direkte Draht zwischen Anwendern und Entwicklern ist ungewöhnlich eng. Neue Funktionen entstehen oft sichtbar aus Community-Wünschen, und Änderungen werden in einem detaillierten Changelog dokumentiert. Auch Jahre nach dem Start erscheinen weiterhin große Versionssprünge: Mit Bricks 2.0 wurden etwa wiederverwendbare Komponenten produktiv nutzbar; die aktuelle Version ist 2.3.6 (Stand: Mai 2026).

Was „hinter Bricks stehen” technisch bedeutet

Wer Bricks entwickelt, erklärt auch, warum es sich anders anfühlt als andere Builder. Ehrigs Performance-Fokus steckt tief in der Architektur:

  • Bricks ist ein Theme, kein Plugin-Aufsatz. Es ersetzt das aktive WordPress-Theme, statt auf einem vorhandenen Theme aufzusitzen. Dadurch entfallen doppelte Stylesheet-Aufrufe und viel überflüssiges Markup.
  • Schlanker Output. In Tests erzeugt eine einfache Bricks-Seite grob 25–30 KB HTML und rund 75–100 DOM-Elemente, während vergleichbare Elementor-Layouts eher bei 90–100 KB und 300–400 DOM-Elementen liegen.
  • Framework-artiges Styling. Statt jedes Element einzeln zu formatieren, arbeiten Sie mit globalen CSS-Klassen – ähnlich wie mit einem Utility-Framework. Das hält den Code konsistent und wartbar.
  • Dynamik ohne Zusatz-Wildwuchs: Query-Loop-Builder, Popup-Builder, WooCommerce-Builder, native Dynamic Data sowie ein System aus Conditions & Interactions gehören zum Standardumfang – ohne dass Sie dafür weitere Plugins nachladen. Insgesamt umfasst der Baukasten über 110 Elemente (Stand: Juli 2026).

Kurz: Die technische DNA von Bricks – wenig Ballast, sauberes HTML, Nähe zum Code – ist direkt aus dem Werdegang seines Gründers ableitbar. Ob das Tool DSGVO-seitig zu Ihrem Projekt passt, klären Sie separat unter /ist-bricks-builder-dsgvo-konform/.

Was das für Sie als Nutzer heißt

Die Frage „Wer steckt dahinter?” ist keine Trivia – sie beeinflusst Ihr Risiko und Ihren Alltag mit dem Tool.

Vorteile eines kleinen, unabhängigen Teams:

  • Schnelle, geradlinige Weiterentwicklung ohne Konzern-Bürokratie.
  • Direkter Draht: Feedback landet nicht in einem anonymen Ticket-System, sondern oft beim Team selbst.
  • Ehrliches Preismodell ohne aggressive Upsells oder plötzliche Paywalls für Kernfunktionen.

Risiken, die Sie einplanen sollten:

  • Konzentrationsrisiko (Bus-Faktor): Hängt viel an einem kleinen Kreis, ist die Abhängigkeit von wenigen Personen höher als bei einem großen Anbieter.
  • Support-Kanäle: Hilfe gibt es primär über Forum und E-Mail, nicht per Telefon. Für kritische Geschäftsseiten ist das mitunter zu langsam.
  • Dokumentation: Solide, aber an manchen Stellen knapper als bei den großen Wettbewerbern – hier springt oft die Community ein.

Praktische Empfehlung: Sichern Sie produktive Bricks-Projekte mit regelmäßigen Backups und einer Staging-Umgebung ab und halten Sie einen Dienstleister an der Hand, der im Ernstfall einspringt. Den Einstieg selbst beschreibt /wie-installiere-ich-bricks-builder/; rechtliche Eigentums- und Lizenzfragen klärt /wem-gehoert-bricks-builder/.

FAQ

Ist Bricks Builder eine deutsche Firma? Der Gründer Thomas Ehrig ist Deutscher, das Unternehmen ist aber international aufgestellt (Firmensitz im zyprischen Paphos). Oberfläche, Doku und Support laufen überwiegend auf Englisch; die deutschsprachige Hilfe kommt vor allem aus der Community und von Agenturen.

Gibt es Bricks Builder kostenlos? Nein. Es existiert keine Gratis-Version und kein Eintrag im WordPress-Plugin-Verzeichnis – nur bezahlte Lizenzen. Details und aktuelle Staffelung: /wie-viel-kostet-bricks-builder-fuer-wordpress/.

Wie sicher ist die Weiterentwicklung bei so kleinem Team? Seit dem Start 2021 erscheinen regelmäßig Updates inklusive großer Versionssprünge, und die Roadmap ist öffentlich. Ein Restrisiko durch die kleine Teamgröße bleibt – für geschäftskritische Websites daher immer Backups und einen Notfallplan vorhalten.

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