Divi auf mehreren Websites verwenden: Was Ihre Lizenz erlaubt
Ja – Sie dürfen Divi auf beliebig vielen Websites einsetzen. Jede Lizenz von Elegant Themes, ob Jahres- oder Lifetime-Zugang, deckt eine unbegrenzte Zahl an Installationen ab. Das gilt auch für Kundenprojekte. Unten steht, wie Sie Divi auf einer weiteren Seite aktivieren, Layouts zwischen Projekten teilen und trotz vieler Installationen den Überblick über Updates behalten.
Kurz gesagt: eine Lizenz, unbegrenzt viele Websites
Bei Divi zahlen Sie nicht pro Website, sondern für den Zugang zum Elegant-Themes-Konto. Ein Konto genügt für zwei, zwanzig oder zweihundert Installationen – ein hartes Seitenlimit gibt es nicht. Das unterscheidet Divi von Page-Buildern wie Elementor Pro, deren Tarife nach Anzahl der Websites gestaffelt sind.
Konkret heißt das: Sie kaufen einmal, laden Divi herunter und installieren es überall dort, wo Sie es brauchen. Die Lizenz ist an Ihr Konto gebunden, nicht an eine Domain.
Welche Divi-Lizenz Sie brauchen
Elegant Themes bietet zwei Modelle an, die sich ausschließlich in der Abrechnung unterscheiden – nicht im Funktionsumfang und nicht in der Zahl der erlaubten Websites:
- Yearly Access (Jahreslizenz): jährliche Zahlung, unbegrenzte Websites, Updates und Support solange die Mitgliedschaft läuft.
- Lifetime Access (Lifetime-Lizenz): einmalige Zahlung, unbegrenzte Websites, Updates und Support ohne Ablaufdatum.
Beide Varianten enthalten neben dem Divi-Theme auch den Divi-Builder als eigenständiges Plugin sowie die weiteren Elegant-Themes-Produkte (unter anderem das Extra-Theme und die Plugins Bloom und Monarch). Für die Frage „mehrere Websites” ist die Wahl also reine Kostenrechnung: Wer Divi dauerhaft nutzt, fährt mit Lifetime oft günstiger; wer nur ein befristetes Projekt hat, nimmt die Jahreslizenz.
Divi auf einer weiteren Website einrichten
Die Installation läuft auf jeder Seite gleich ab. Sie brauchen nur Ihre Zugangsdaten und den API-Schlüssel.
1. Divi installieren
Sie haben zwei Wege:
- Als Theme: In Ihrem Elegant-Themes-Konto unter Account → Downloads laden Sie die Datei
Divi.zipherunter. In WordPress gehen Sie zu Design → Themes → Neues Theme hinzufügen → Theme hochladen, wählen die ZIP-Datei aus und aktivieren Divi. - Als Builder-Plugin: Wenn Sie ein anderes Theme behalten wollen, installieren Sie stattdessen
divi-builder.zipals Plugin. So nutzen Sie den Divi-Builder, ohne das Design der Seite komplett auf Divi umzustellen.
2. API-Schlüssel für Updates eintragen
Damit eine Installation Updates und Support erhält, hinterlegen Sie Ihren Benutzernamen und einen API-Schlüssel:
- Im Elegant-Themes-Konto unter Account → API Keys finden Sie Ihren Benutzernamen und können Schlüssel erzeugen. Sie dürfen mehrere Schlüssel anlegen – praktisch, wenn Sie pro Kunde oder Projekt einen eigenen Schlüssel führen möchten.
- In WordPress öffnen Sie Divi → Theme-Optionen → Updates und tragen dort Benutzernamen und API-Schlüssel ein. Speichern nicht vergessen. In neueren Divi-Versionen ist das nicht mehr zwingend nötig: Beim ersten Aktivieren führt ein Einrichtungsassistent durch den Prozess, und ein Klick auf „Login To Activate Your Licence” meldet die Installation direkt an Ihrem Elegant-Themes-Konto an – dabei wird automatisch ein API-Schlüssel erzeugt. Die manuelle Eingabe im Updates-Reiter bleibt als Alternative erhalten (Stand: Juli 2026).
Wichtig: Die Seite funktioniert auch ohne eingetragenen Schlüssel – nur bekommt sie dann keine Updates und keinen Zugang zum Support angezeigt. Auf einer produktiven Website sollten Sie den Schlüssel deshalb immer setzen, damit Sicherheits-Updates ankommen.
Layouts und Designs zwischen Websites teilen
Der eigentliche Zeitgewinn entsteht, wenn Sie einmal gebaute Layouts auf weiteren Seiten wiederverwenden. Dafür gibt es zwei Wege.
Export und Import über die Portabilität
Divi bringt ein eingebautes Export-/Import-System („Portability”) mit. Sie erkennen es am Symbol mit den zwei Pfeilen (hoch/runter):
- Einzelne Layouts: Speichern Sie ein Layout in der Divi-Bibliothek und exportieren Sie es als
.json-Datei. Auf der Zielseite importieren Sie diese Datei über dieselbe Bibliothek. - Ganze Bereiche: Auch Theme-Builder-Vorlagen, die kompletten Theme-Optionen und die Rollen-Einstellungen lassen sich als
.jsonexportieren und auf einer anderen Website einspielen.
So übertragen Sie etwa einen fertig gestalteten Header oder eine Landingpage in Minuten auf ein neues Projekt, statt sie nachzubauen.
Divi Cloud für automatische Synchronisierung
Wer sehr oft dieselben Bausteine wiederverwendet, spart sich mit Divi Cloud das manuelle Hin- und Herexportieren. Die Cloud speichert Ihre Layouts zentral und stellt sie in jeder verbundenen Website zur Verfügung – Änderungen sind sofort überall abrufbar. Divi Cloud ist ein kostenpflichtiges Zusatzabo: Es kostet 8 US-Dollar pro Monat oder 72 US-Dollar pro Jahr (das entspricht 6 US-Dollar im Monat bei jährlicher Zahlung). Im Bündel „Divi Pro” (277 US-Dollar pro Jahr) ist Divi Cloud zusammen mit Divi AI und VIP-Support bereits enthalten (Stand: Juli 2026). Für Einzelseiten lohnt es selten, für Agenturen mit vielen ähnlichen Projekten dagegen schon.
Viele Divi-Websites im Blick behalten
Technisch dürfen Sie beliebig viele Seiten betreiben – organisatorisch wird es ab einer Handvoll Installationen aber unübersichtlich, jede einzeln zu aktualisieren. Zwei Ansätze helfen:
- Divi Dash: Elegant Themes bietet mit Divi Dash ein eigenes Werkzeug, um beliebig viele WordPress-Seiten zentral zu verwalten – WordPress-Kern, Plugins und Themes lassen sich per Klick gebündelt aktualisieren, dazu kommen Funktionen wie Kundenverwaltung und Ein-Klick-Login in die verbundenen Seiten. Divi Dash ist ohne Aufpreis in jeder Divi-Mitgliedschaft enthalten und kann sogar Seiten verwalten, die gar kein Divi einsetzen (Stand: Juli 2026).
- Externe Manager: Werkzeuge wie MainWP oder ManageWP verwalten alle Ihre WordPress-Seiten (nicht nur Divi) aus einem Dashboard, inklusive Backups und Update-Planung.
Unabhängig vom Werkzeug gilt: Updates gestaffelt einspielen und größere Versionssprünge zuerst auf einer Staging-Seite testen, bevor sie live gehen.
Typische Probleme und ihre Lösungen
Updates erscheinen nicht. Fast immer fehlt der API-Schlüssel oder die Mitgliedschaft ist abgelaufen. Prüfen Sie Benutzernamen und Schlüssel in den Theme-Optionen und den Status Ihres Kontos.
Die Seite lädt langsam. Viele Module und Effekte erzeugen zusätzliches CSS und JavaScript. Aktivieren Sie in den Divi-Leistungsoptionen die statische CSS-Generierung und das dynamische Framework, und setzen Sie ein Caching-Plugin ein. Mehr dazu unter /wordpress-schneller-machen/.
Plugin-Konflikte. Halten Sie Divi und alle Plugins aktuell und testen Sie neue Kombinationen auf einer Kopie der Seite. Konflikte entstehen meist zwischen Page-Buildern und älteren Plugins.
Anpassungen verschwinden nach einem Update. Nehmen Sie Code-Anpassungen nie direkt im Theme vor, sondern in einem Child-Theme. Wie das geht, steht unter /wordpress-child-theme-erstellen/.
FAQ
Brauche ich für Kundenprojekte eine eigene Divi-Lizenz? Nein. Ihre Lizenz deckt auch Websites ab, die Sie für Kunden bauen – die unbegrenzte Nutzung schließt fremde Domains ein. Für die langfristige Wartung sollten Sie mit dem Kunden aber klären, ob er später ein eigenes Elegant-Themes-Konto anlegt, damit Updates unabhängig von Ihrem Konto weiterlaufen.
Was passiert mit meinen Websites, wenn die Jahreslizenz ausläuft? Die Seiten laufen normal weiter – Divi bleibt installiert und aktiv. Sie erhalten lediglich keine neuen Updates, keinen Support und keinen Zugang zu Diensten wie Divi Cloud oder Divi AI mehr, bis Sie verlängern. Weil ausbleibende Sicherheits-Updates ein Risiko sind, ist eine Verlängerung bei aktiven Seiten empfehlenswert.
Kann ich Divi auf einer WordPress-Multisite nutzen? Ja. Sie nutzen ein und dasselbe Elegant-Themes-Konto für das gesamte Netzwerk. Wichtig zu wissen: Auf Netzwerkebene gibt es keinen Theme-Optionen → Updates-Bereich – der Benutzername und der API-Schlüssel müssen deshalb auf jeder Unterseite einzeln hinterlegt werden, die Divi verwendet. Sie können dafür überall denselben Schlüssel eintragen oder pro Unterseite einen eigenen anlegen (Stand: Juli 2026).
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