Borlabs Cookie: Alle Shortcodes im Überblick (Version 2 & 3)

DSGVO

Viele Shortcode-Listen für Borlabs Cookie, die im Netz kursieren, führen in die Irre: Sie mischen Version 2 und 3 oder nennen Codes, die in Ihrer Installation gar nicht greifen – Ergebnis ist ein rohes […] im Frontend. Der Hauptgrund für die Verwirrung: Mit Version 3 hat Borlabs die Shortcodes grundlegend umgebaut und einen Großteil davon in die Plugin-Oberfläche verlagert. Diese Seite trennt sauber nach Version 2.x und 3.x, damit Sie den passenden Code kopieren – und den falschen erst gar nicht einsetzen.

Zuerst: Welche Borlabs-Version läuft bei Ihnen?

Das ist keine Kleinigkeit, sondern entscheidet, welche Shortcodes überhaupt funktionieren. Prüfen Sie es unter Plugins → Installierte Plugins oder im Borlabs-Menü in der Kopfzeile. Beginnt die Versionsnummer mit 2., gilt der Abschnitt „Version 2.x”. Bei 3. nutzen Sie die neue Logik.

Die wichtigste Faustregel: In 2.x arbeiten Sie viel mit Shortcodes im Unterstrich-Format ([borlabs_cookie_…]). In 3.x brauchen Sie fast nur noch einen einzigen Shortcode – den Button zum erneuten Öffnen der Einwilligung. Content Blocker werden dort zentral in der Bibliothek verwaltet statt manuell im Beitrag.

Setzen Sie diese Shortcodes in Beiträge, Seiten oder – sofern Ihr Theme das unterstützt – in Text-Widgets ein.

Die folgenden Codes entsprechen der offiziellen Borlabs-Shortcode-Übersicht für Version 2 (Stand: Juli 2026).

Der Klassiker. Ihre Besucher müssen ihre einmal getroffene Auswahl jederzeit ändern können – das ist keine Kür, sondern Pflicht (der Widerruf muss so einfach sein wie die Einwilligung).

  • [borlabs_cookie] – bindet die Cookie-Auswahlbox direkt in den Inhalt ein. Mit dem Attribut align steuern Sie die Ausrichtung (left, left-float, center, right, right-float), z. B. [borlabs_cookie align="right-float"]. Genau diese fünf align-Werte sind in der offiziellen Borlabs-Übersicht dokumentiert.
  • [borlabs-cookie type="btn-cookie-preference" title="Cookie Einstellungen"] – erzeugt einen Button, der den Cookie-Dialog erneut öffnet. Ideal für Footer oder Datenschutzseite. Achten Sie auf die Schreibweise: dieser eine Shortcode nutzt einen Bindestrich (borlabs-cookie), nicht den Unterstrich.

Content Blocker (externe Inhalte sperren)

Damit blockieren Sie Einbettungen (YouTube, Karten, Social-Media-Posts), bis eine Einwilligung vorliegt.

  • [borlabs_cookie_third_party]…Inhalt…[/borlabs_cookie_third_party] – zeigt den Inhalt erst, wenn die Besucherin die erste Cookie-Option gewählt hat.
  • [borlabs_cookie_first_party]…Inhalt…[/borlabs_cookie_first_party] – analog für die zweite Cookie-Option; beide Varianten (third_party und first_party) sind in der offiziellen Borlabs-Übersicht aufgeführt.
  • [borlabs_cookie_blocked_content title="Ihr Titel"]…Inhalt…[/borlabs_cookie_blocked_content] – blockt beliebigen Inhalt unabhängig von der Cookie-Auswahl; der Besucher lädt ihn per Klick nach.
  • [borlabs_cookie_blocked_oembed title="Ihr Titel"]URL[/borlabs_cookie_blocked_oembed] – speziell für oEmbeds wie Facebook- oder Instagram-Beiträge. Zwischen die Tags kommt nur die nackte URL.

Nachweis und Transparenz

  • [borlabs_cookie_log] – zeigt der Besucherin ihre eigene Einwilligungs-Historie: welche Optionen wann gewählt wurden, chronologisch aufgelistet.
  • [borlabs_cookie_uid] – gibt die anonyme Besucher-UID aus. Über diese ID lässt sich die Einwilligung in der Datenbank nachvollziehen – praktisch für den Nachweis nach Art. 7 DSGVO.

Beide Codes – borlabs_cookie_log und borlabs_cookie_uid – sind in der offiziellen Borlabs-Übersicht genau so dokumentiert.

Opt-Out für Tracking

Für einzelne Dienste bietet Borlabs Opt-out-Schalter, mit denen Besucher ein zuvor erlaubtes Tracking gezielt wieder abschalten. Laut offizieller Borlabs-Übersicht steuern Sie den Dienst über das Attribut tracking; die Tracking-id ist optional.

  • [borlabs_cookie_opt_out tracking="google-analytics"] – Opt-out-Schalter für Google Analytics, optional mit Tracking-ID: [borlabs_cookie_opt_out tracking="google-analytics" id="IHRE-ID"].
  • [borlabs_cookie_opt_out tracking="facebook-pixel"] – Opt-out für den Facebook-Pixel.

Mit Version 3 hat sich die Logik verschoben. Die alte Shortcode-Liste finden Sie hier nicht mehr im Web, sondern im Plugin selbst. Der Grund: Die Codes werden pro Installation generiert und sind direkt kopierbar.

Den Weg dorthin: Borlabs Cookie → Dialog & Widget → Dialog → Einstellungen, dann in der rechten Spalte im Bereich „Wissenswertes”. Dort liegen die aktuellen Shortcodes zum Kopieren bereit.

Der wichtigste Shortcode: Einwilligung erneut öffnen

  • [borlabs-cookie type="btn-consent-preferences" title="Cookie Einstellungen"/] – öffnet in 3.x den Einwilligungs-Dialog erneut. Das ist der Shortcode, den Sie in nahezu jedem Projekt in den Footer setzen sollten.
  • Für eine Textlink-Variante statt eines Buttons ergänzen Sie das Element-Attribut element="link". Das Attribut ist offiziell für den Typ btn-cookie-preference dokumentiert: [borlabs-cookie type="btn-cookie-preference" title="Cookie Einstellungen ändern" element="link"/].

Über die „Wissenswertes”-Box lassen sich außerdem Shortcodes einbinden, die dem Besucher die Benutzer-ID (UID), die Einwilligungs-Historie und die Cookie-Gruppen anzeigen.

Content Blocker in 3.x

Der große Unterschied: In 3.x pflegen Sie Content Blocker zentral über die Bibliothek. Passende Einbettungen (YouTube, Vimeo, Google Maps usw.) werden automatisch erkannt und blockiert, ohne dass Sie jeden Beitrag von Hand mit einem Shortcode umschließen. Der manuelle Blocker-Shortcode aus 2.x ist damit im Alltag meist überflüssig; die öffentliche 3.x-Dokumentation nennt für Content Blocker keinen manuellen Shortcode mehr.

Typische Fehler und ihre Lösung

Der Shortcode erscheint als roher Text im Frontend. Fast immer eine von drei Ursachen:

  1. Versions-Mix. Sie nutzen einen 2.x-Unterstrich-Shortcode in einer 3.x-Installation (oder umgekehrt). Prüfen Sie die Version und wählen Sie den passenden Abschnitt oben.
  2. Page Builder verarbeitet keine Shortcodes. Manche Elementor-/Divi-Module rendern Shortcodes nicht automatisch. Nutzen Sie ein dediziertes „Shortcode”-Widget statt eines reinen Text-/Überschriften-Elements.
  3. Falsche Anführungszeichen. Kopieren aus Word oder Chat verwandelt gerade Anführungszeichen (") in typografische („ "). Borlabs erkennt dann das Attribut nicht. Tippen Sie die Anführungszeichen im Code-Editor neu.

Cache verschluckt Änderungen. Nach dem Einfügen eines Shortcodes den Seiten- und ggf. Server-Cache leeren, sonst sehen Sie die alte Version.

Shortcode im Menü zeigt sich als Text. WordPress-Menüs führen Shortcodes standardmäßig nicht aus. Für einen Cookie-Einstellungen-Link im Menü ist ein kleiner Zusatz nötig (z. B. ein Snippet, das do_shortcode auf Menü-Titel anwendet) – oder Sie platzieren den Button stattdessen im Footer-Widget. Verwandtes dazu finden Sie unter WordPress DSGVO-Grundlagen.

Praxis-Tipp: Widerruf sichtbar machen

Setzen Sie in beiden Versionen den Button „Cookie Einstellungen” fest in den Footer – in 2.x per [borlabs-cookie type="btn-cookie-preference"], in 3.x per [borlabs-cookie type="btn-consent-preferences"]. So erfüllen Sie die Anforderung, dass der Widerruf jederzeit und so einfach wie die Einwilligung möglich sein muss. Eine tiefergehende Einrichtung beschreibt der Beitrag Borlabs Cookie richtig einrichten.

FAQ

Welcher Shortcode öffnet die Cookie-Box erneut? In Version 2.x der Button-Shortcode [borlabs-cookie type="btn-cookie-preference" title="Cookie Einstellungen"], in Version 3.x [borlabs-cookie type="btn-consent-preferences" title="Cookie Einstellungen"/]. Beide gehören typischerweise in den Footer.

Warum wird mein Shortcode als Text statt als Button angezeigt? Meist ein Versions-Mismatch, ein Page-Builder-Modul ohne Shortcode-Verarbeitung oder in Word „verbogene” Anführungszeichen. Prüfen Sie zuerst die Borlabs-Version und tippen Sie die Anführungszeichen im Editor neu.

Gibt es in Borlabs 3 noch die alten [borlabs_cookie_…]-Shortcodes? Nein, verlassen Sie sich nicht darauf. In 3.x liegen die gültigen Shortcodes direkt im Plugin unter „Dialog & Widget → Dialog → Einstellungen → Wissenswertes”. Content Blocker laufen dort automatisch über die Bibliothek.

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