Borlabs Cookie: Einstellungen-Link zum Widerruf der Cookie-Einwilligung einbauen
Wer einmal auf Ihrer Website „Alle akzeptieren” geklickt hat, muss diese Entscheidung genauso leicht wieder zurücknehmen können – das schreibt die DSGVO vor. Borlabs Cookie legt dafür aber keinen fertigen Link in Ihren Footer; den müssen Sie selbst setzen. Zwei verlässliche Wege führen zum Ziel: der eingebaute Shortcode und die versionsunabhängige CSS-Klasse. Beide binden Sie in wenigen Minuten ein – samt Menüeintrag im Footer und den Stolperfallen, die den Dialog sonst stumm lassen.
Warum dieser Link Pflicht ist – und nicht optional
Ein Cookie-Banner allein reicht rechtlich nicht. Nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO muss der Widerruf einer Einwilligung „so einfach wie die Erteilung” sein. Ergänzend regelt § 25 TDDDG (das frühere TTDSG, seit Mai 2024 umbenannt) das Setzen nicht notwendiger Cookies. Praktisch heißt das: Besucher brauchen einen dauerhaft erreichbaren Punkt – üblicherweise im Footer –, über den sich die Cookie-Box erneut öffnen und die getroffene Auswahl anpassen lässt.
Genau diesen Punkt liefert Borlabs Cookie nicht von selbst. Der Banner verschwindet nach der ersten Entscheidung, und ohne eigenen Auslöser kommt der Nutzer nicht mehr an seine Einstellungen. Der „Einstellungen-Link” schließt diese Lücke. Er heißt je nach Kontext auch „Cookie-Einstellungen”, „Consent-Einstellungen” oder „Einwilligung widerrufen” – technisch ist es immer derselbe Auslöser für den Präferenz-Dialog.
Weg 1: Der eingebaute Shortcode (Borlabs Cookie 3.x)
Borlabs bringt für den Wiederaufruf einen fertigen Shortcode mit. Ihn setzen Sie überall dort ein, wo WordPress Shortcodes verarbeitet – etwa in einem Absatz, einem „Shortcode”-Block im Block-Editor oder einem Text-Widget.
[borlabs-cookie type="btn-consent-preferences" title="Cookie-Einstellungen"/]
Das title-Attribut ist der sichtbare Beschriftungstext; ersetzen Sie es durch Ihre Wunschformulierung. In Borlabs Cookie 2.x hieß der Typ noch anders – dort lautet der Shortcode:
[borlabs-cookie type="btn-cookie-preference" title="Cookie-Einstellungen"/]
Wichtig: Verlassen Sie sich nicht auf ältere Anleitungen. Die offizielle Shortcode-Liste auf der Borlabs-Website gilt nur für die 2.x-Reihe; die zu Ihrer 3.x-Installation passenden Codes pflegt Borlabs ausschließlich im Plugin selbst. Kopieren Sie den aktuellen Shortcode deshalb direkt aus dem eigenen Backend heraus – dann stimmt er garantiert zu Ihrer Version. In aktuellen 3.x-Versionen finden Sie die kopierfertigen Beispiel-Shortcodes im WordPress-Admin unter Borlabs Cookie › Dialog & Widget › Dialog, dort im rechten Info-Bereich („Wissenswertes”) (Stand: Juli 2026). Die genaue Bezeichnung dieses Bereichs kann sich zwischen den 3.x-Minorversionen leicht unterscheiden.
Wann der Shortcode die richtige Wahl ist
Der Shortcode ist am schnellsten, wenn Sie den Link in einen normalen Inhaltsbereich setzen: in die Datenschutzerklärung, auf eine „Cookie-Einstellungen”-Seite oder in ein Footer-Widget vom Typ „Text/HTML”. Er rendert einen fertig gestylten Button oder Textlink, um den Sie sich optisch nicht weiter kümmern müssen.
Seine Grenze erreicht er dort, wo Shortcodes nicht ausgewertet werden – etwa in vielen WordPress-Navigationsmenüs oder in bestimmten Page-Builder-Elementen. Für diese Fälle gibt es Weg 2.
Weg 2: Eigener Link oder Button über die CSS-Klasse
Der flexibelste und versionssicherste Weg ist eine CSS-Klasse, die Borlabs an ein beliebiges HTML-Element bindet. Sobald ein Element diese Klasse trägt, registriert das Borlabs-Skript automatisch einen Klick-Handler, der den Präferenz-Dialog öffnet – ganz ohne Shortcode.
Die Klasse für Borlabs Cookie 3.x lautet:
borlabs-cookie-open-dialog-preferences
Ein Textlink im Footer sieht damit zum Beispiel so aus:
<a href="#" class="borlabs-cookie-open-dialog-preferences">Cookie-Einstellungen</a>
Optional können Sie über das Attribut data-borlabs-cookie-title die Überschrift setzen, mit der sich der Dialog öffnet:
<span class="borlabs-cookie-open-dialog-preferences"
data-borlabs-cookie-title="Ihre Cookie-Einstellungen">Einstellungen ändern</span>
Dieser Weg funktioniert überall: in Page-Buildern (Elementor, Bricks, Divi) als Button mit eigener CSS-Klasse, in individuellen HTML-Blöcken und – besonders wichtig – im WordPress-Menü. In Borlabs Cookie 2.x hieß die entsprechende Menü-Klasse borlabs-cookie-preference – betreiben Sie noch eine 2.x-Installation, tragen Sie dort also diesen Klassennamen statt des 3.x-Werts ein.
Den Link in ein WordPress-Menü (Footer-Navigation) einbauen
So landet der Auslöser als regulärer Menüpunkt in Ihrer Footer-Navigation:
- Öffnen Sie Design › Menüs und wählen Sie Ihr Footer-Menü.
- Fügen Sie über Individuelle Links einen Eintrag hinzu. Als URL genügt
#, als Linktext z. B. „Cookie-Einstellungen”. - Blenden Sie das Feld CSS-Klassen ein, falls es fehlt: oben rechts über Ansicht anpassen (Screen Options) das Häkchen bei „CSS-Klassen” setzen.
- Tragen Sie im aufgeklappten Menüpunkt in das Feld CSS-Klassen den Wert
borlabs-cookie-open-dialog-preferencesein. - Menü speichern und im Frontend testen.
Der Klick auf den Menüpunkt öffnet nun die Cookie-Box mit den bereits gespeicherten Häkchen des Besuchers – er kann Kategorien an- oder abwählen und speichern.
Nutzt Ihr Theme ein Block-basiertes Full-Site-Editing, fehlt der Punkt Design › Menüs unter Umständen. Dann bearbeiten Sie die Footer-Navigation im Site-Editor, fügen dem Navigations-Block einen individuellen Link mit der URL # hinzu und tragen die Klasse in dessen Block-Einstellungen unter Erweitert › Zusätzliche CSS-Klasse(n) ein.
Typische Fehler – und wie Sie sie beheben
Der Link tut nichts / der Dialog öffnet nicht. Häufigste Ursache ist ein Caching- oder Optimierungs-Plugin (z. B. WP Rocket, LiteSpeed Cache), das JavaScript zusammenfasst oder verzögert lädt, sodass Borlabs den Klick-Handler nicht rechtzeitig registriert. Leeren Sie zunächst alle Caches. Bleibt es dabei, nehmen Sie die Borlabs-Skripte von „JS defer/combine” aus oder deaktivieren Sie testweise die JS-Optimierung. Prüfen Sie außerdem in den Entwicklertools der Browser-Konsole, ob ein Skriptfehler die Initialisierung stoppt.
Die Klasse ist falsch geschrieben. Der Wert muss exakt borlabs-cookie-open-dialog-preferences lauten – ohne führenden Punkt, ohne Tippfehler, ohne zusätzliche Leerzeichen im CSS-Klassen-Feld. Ein Punkt (.) gehört nur in CSS-Dateien, nicht in das WordPress-Klassenfeld.
Der Shortcode erscheint als Text [borlabs-cookie …]. Dann verarbeitet der Kontext keine Shortcodes – typisch bei Navigationsmenüs, manchen Page-Builder-Feldern oder auf mit WPML/Polylang übersetzten Seiten, wenn der Shortcode nicht mitübersetzt wurde. Nutzen Sie hier die CSS-Klassen-Methode oder einen echten „Shortcode”-Block statt eines reinen Textfelds.
Die Seite springt beim Klick nach oben. Das kommt vom href="#". Als sauberere Variante verwenden Sie ein <button>-Element mit derselben Klasse oder href="#!", damit der Sprung an den Seitenanfang ausbleibt.
Der Dialog öffnet, aber die Auswahl greift nicht. Kontrollieren Sie, ob die betreffenden Dienste in Borlabs Cookie korrekt einer Cookie-Gruppe zugeordnet und über den Content-Blocker eingebunden sind. Nur dann wirkt sich eine geänderte Einwilligung auch tatsächlich auf das Laden der Skripte aus. Mehr dazu in unserer Anleitung zum Einrichten von Borlabs Cookie.
FAQ
Muss ich diesen Einstellungen-Link wirklich anbieten? Ja. Da der Widerruf laut Art. 7 Abs. 3 DSGVO so einfach möglich sein muss wie die Einwilligung, ist ein dauerhaft erreichbarer Auslöser für die Cookie-Box faktisch verpflichtend. Üblich und akzeptiert ist die Platzierung im Footer, sichtbar auf jeder Seite.
Shortcode oder CSS-Klasse – was ist besser?
Für Inhaltsbereiche (Datenschutzerklärung, eigene Seite, Text-Widget) ist der Shortcode am schnellsten. Für Navigationsmenüs und Page-Builder-Buttons ist die CSS-Klasse borlabs-cookie-open-dialog-preferences die zuverlässigere und versionsunabhängige Wahl.
Der Shortcode aus einer alten Anleitung funktioniert nicht mehr – warum?
Zwischen Borlabs Cookie 2.x und 3.x haben sich die type-Werte geändert (btn-cookie-preference → btn-consent-preferences). Die Shortcode-Liste auf der Borlabs-Website deckt nur die 2.x-Reihe ab; kopieren Sie den passenden Shortcode für 3.x deshalb immer aus dem eigenen Plugin-Backend, dann stimmt er garantiert zu Ihrer Version.
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