THG-Quote 2026: So kassieren Sie die Prämie fürs E-Auto

Energie

Wer ein reines Elektroauto fährt, kann sich Jahr für Jahr eine Prämie sichern – ganz ohne Umbau am Fahrzeug und mit wenigen Minuten Aufwand. Möglich macht das die sogenannte THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote). Sie belohnt Halterinnen und Halter eines E-Autos dafür, dass ihr Fahrzeug im Betrieb kein CO2 aus dem Auspuff ausstößt. 2026 liegen die Prämien meist bei rund 300 €, mit Garantie-Angeboten sind bis etwa 370 € möglich.

Der Haken: Die Beträge schwanken stark, und die Anbieter unterscheiden sich erheblich – von rund 95 € bis 370 € ist 2026 alles dabei (Stand 2026). Wer den passenden Anbieter wählt und das richtige Auszahlungsmodell versteht, holt spürbar mehr heraus. Dieser Ratgeber erklärt, wie die THG-Quote funktioniert, welche Modelle es gibt und wie Sie die Prämie Schritt für Schritt beantragen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Jährliche Prämie fürs E-Auto: Halter reiner Elektroautos (BEV) erhalten 2026 meist rund 300 €, mit Garantie-Angeboten bis etwa 370 € (Richtwerte, Stand 2026, bitte tagesaktuell prüfen).
  • Zwei Modelle: Wählbar ist eine feste Garantie-Summe oder ein flexibles Risiko-Modell (Prozentsatz des tatsächlichen Erlöses, z. B. 80–90 %).
  • Nur ein Nachweis nötig: Für den Antrag laden Sie lediglich die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) hoch – den Rest übernimmt der Anbieter.
  • Einmal pro Jahr, jährlich wiederholbar: Pro Fahrzeug lässt sich die Quote einmal im Jahr vermarkten – und in jedem neuen Jahr erneut.
  • Vergleich lohnt sich: Die Spanne reicht 2026 von rund 95 € bis 370 €. Ein Anbietervergleich entscheidet über fast das Vierfache.
  • Nur reine E-Autos: Plug-in-Hybride sind ausgeschlossen.

Was ist die THG-Quote überhaupt?

Hinter der Prämie steckt ein Instrument des Klimaschutzes. Unternehmen, die gesetzlich zur Senkung ihrer CO2-Emissionen verpflichtet sind, müssen einen bestimmten Minderungsanteil nachweisen. Wer diesen Anteil nicht selbst erreicht, kann Einsparungen von anderen zukaufen.

Genau hier kommen E-Auto-Halter ins Spiel: Ein reines Elektroauto verursacht im Betrieb keine direkten CO2-Emissionen. Diese Einsparung lässt sich als Zertifikat verkaufen. Da ein einzelnes Fahrzeug für den Handel zu klein ist, bündeln spezialisierte Anbieter die Zertifikate vieler E-Autos und verkaufen sie gebündelt weiter. Den Erlös – abzüglich einer Marge – geben sie Ihnen als Prämie weiter. Sie selbst müssen dafür nichts verkaufen oder verhandeln; die komplette Abwicklung übernimmt der Anbieter.

Wie hoch ist die THG-Prämie 2026?

Die wichtigste und zugleich unbefriedigendste Antwort lautet: Es kommt darauf an. 2026 bewegen sich die Prämien für Pkw meist bei rund 300 €. Anbieter mit Garantie-Angeboten zahlen bis zu etwa 370 €. Nach unten ist die Spanne allerdings ebenso groß – manche Angebote liegen nur bei rund 95 €. Die tatsächliche Höhe hängt vom Anbieter, vom gewählten Modell und vom aktuellen Marktpreis für die Zertifikate ab.

AngebotPrämie 2026 (Richtwert)
Niedrige Angeboteab ca. 95 €
Marktüblicher Bereichrund 300 €
Garantie-Höchstangebotebis ca. 370 €

Alle Werte sind Richtwerte (Stand 2026) und schwanken tagesaktuell. Es gibt keine garantierte Höhe – prüfen Sie die aktuellen Angebote individuell beim Anbieter.

Wichtig zu wissen: Der Zertifikatspreis schwankt und ist in den vergangenen Jahren gesunken. Beworbene Höchstbeträge nach dem Muster „bis zu 370 €” sind das Maximum, nicht der Normalfall – und häufig an das riskantere Modell geknüpft. Einen strukturierten Überblick über die Angebote finden Sie in unserem THG-Quote-Anbietervergleich.

Garantie- oder Risiko-Modell – was ist besser?

Bei der Auszahlung haben Sie in der Regel die Wahl zwischen zwei Grundmodellen. Der Unterschied liegt vor allem in Sicherheit und Auszahlungshöhe.

Garantie-Modell (fester Betrag)

Sie erhalten einen vorab zugesagten Festbetrag – unabhängig davon, zu welchem Preis Ihr Zertifikat später tatsächlich verkauft wird. Vorteil: volle Planungssicherheit, Sie wissen sofort, was bei Ihnen ankommt. Nachteil: Steigt der Marktpreis nach Ihrem Abschluss, profitieren Sie davon nicht mehr.

Risiko- bzw. Flex-Modell (Prozentsatz vom Erlös)

Sie erhalten einen festgelegten Anteil – häufig 80 bis 90 % – des tatsächlich erzielten Verkaufserlöses. Vorteil: Bei guten Marktpreisen kann die Auszahlung höher ausfallen als beim Garantie-Modell. Nachteil: Sinkt der Preis, fällt auch Ihre Prämie geringer aus – und die Auszahlung kann länger dauern, weil sie vom tatsächlichen Verkauf abhängt.

KriteriumGarantie-ModellRisiko-/Flex-Modell
Auszahlungfester BetragProzentsatz (z. B. 80–90 %) des Erlöses
Planungssicherheithochgering
Chance auf mehrneinja, bei hohen Marktpreisen
Risiko auf wenigerneinja, bei fallenden Preisen
Geeignet fürSicherheitsorientierteChancenorientierte

Welches Modell sich lohnt, lässt sich nicht pauschal sagen – es hängt von der Marktentwicklung ab, die niemand sicher vorhersagt. Wer Ruhe haben will, nimmt die Garantie; wer auf höhere Marktpreise spekuliert, das Flex-Modell.

So beantragen Sie die THG-Quote – Schritt für Schritt

Der Prozess ist bewusst einfach gehalten – Ihr Aufwand beschränkt sich in der Praxis auf wenige Minuten:

  1. Anbieter auswählen: Vergleichen Sie Prämienhöhe, Modell (Garantie oder Risiko) und Seriosität statt nur die höchste Werbezahl.
  2. Registrieren und Modell wählen: Sie legen ein Konto an und entscheiden sich für Garantie- oder Flex-Auszahlung.
  3. Fahrzeugschein hochladen: Sie laden ein Foto oder einen Scan der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) hoch. Maßgeblich ist, dass Sie darin als Halter eingetragen sind. Zusätzlich geben Sie Ihre Bankverbindung an.
  4. Prüfung durch den Anbieter: Der Anbieter reicht Ihre Einsparung gebündelt mit vielen anderen Fahrzeugen zur Bestätigung ein.
  5. Verkauf und Auszahlung: Nach erfolgreichem Verkauf der Zertifikate erhalten Sie Ihre Prämie ausgezahlt.

Alles Weitere – Bündelung, Einreichung, Verkauf – erledigt der Anbieter. Einen Zählerstand oder Nachweis Ihrer geladenen Kilowattstunden müssen Sie dafür nicht liefern; für die Fahrzeug-Quote wird eine pauschale Strommenge je Fahrzeugklasse angesetzt.

Auszahlung: Wie lange dauert es?

Eine pauschale Dauer gibt es nicht – die Auszahlungszeit hängt vom Anbieter und vom gewählten Modell ab. Beim Garantie-Modell steht der Betrag von vornherein fest; viele Anbieter zahlen hier vergleichsweise zügig nach der Bestätigung aus. Beim Risiko-/Flex-Modell richtet sich die Auszahlung nach dem tatsächlichen Verkauf der Zertifikate und kann daher länger dauern.

Da der Verkauf der Zertifikate Zeit braucht, sollten Sie nicht mit einer Auszahlung von heute auf morgen rechnen. Die konkrete Auszahlungsdauer erfragen Sie am besten direkt beim Anbieter – sie gehört zu den Punkten, die sich im Vergleich lohnen.

Voraussetzungen: Wer bekommt die Prämie?

Die Anforderungen sind überschaubar. Berechtigt ist, wer die folgenden Punkte erfüllt:

  • Reines Elektroauto (BEV): Nur batterieelektrische Fahrzeuge sind berechtigt. Plug-in-Hybride und andere Antriebe fallen nicht darunter.
  • Halter laut Fahrzeugschein: Maßgeblich ist, wer in der Zulassungsbescheinigung Teil I als Halter eingetragen ist – bei Leasing- und Dienstwagen lohnt daher ein Blick in den Vertrag, wem die Quote zusteht.
  • Zulassungsbescheinigung Teil I: Der Fahrzeugschein ist der einzige Nachweis, den Sie einreichen müssen.
  • Einmal pro Fahrzeug und Jahr: Pro Fahrzeug lässt sich die Quote einmal jährlich vermarkten.

Für Privatpersonen ist der Ablauf besonders einfach: kein komplizierter Papierkram, nur der Fahrzeugschein und Ihre Bankverbindung.

Jährlich wiederholbar – jedes Jahr aufs Neue

Die THG-Quote ist keine einmalige Sache. Sie können die Prämie Jahr für Jahr kassieren, solange Sie das E-Auto halten. Auch der Anbieter ist nicht in Stein gemeißelt: Sie dürfen jedes Jahr neu wählen und zum Anbieter mit dem besten Angebot wechseln.

Gerade weil die Prämienhöhe schwankt, lohnt sich dieser jährliche Vergleich. Ein Anbieter, der in diesem Jahr vorn liegt, muss es im nächsten Jahr nicht sein.

Grenzen und Nachteile

So unkompliziert die THG-Quote ist – ein paar Punkte sollten Sie realistisch einordnen:

  • Sinkende und schwankende Prämien: Die Beträge sind über die Jahre gefallen und liegen 2026 meist um 300 €. Hohe vierstellige Prämien sind nicht zu erwarten.
  • Große Anbieterunterschiede: Zwischen dem schwächsten und dem besten Angebot liegen 2026 rund 95 € bis 370 €. Ohne Vergleich verschenken Sie schnell Geld.
  • Unsicherheit beim Risiko-Modell: Wer auf den Prozentsatz setzt, kann mehr bekommen – aber auch weniger als eine feste Garantie.
  • Auszahlung nicht sofort: Je nach Modell und Anbieter kann es dauern, bis das Geld ankommt.
  • Nur für reine E-Autos: Plug-in-Hybride gehen leer aus – daran ändert auch der beste Anbieter nichts.

Unterm Strich bleibt die THG-Quote dennoch eine der einfachsten Prämien, die E-Auto-Halter mitnehmen können – geschenktes Geld für wenige Minuten Aufwand im Jahr. Man sollte die Erwartung an die Höhe nur realistisch halten.

THG-Quote und weitere E-Auto-Vorteile 2026

Die THG-Quote ist nur einer von mehreren finanziellen Vorteilen, die 2026 für ein Elektroauto sprechen:

  • Kaufprämie: Seit 2026 gibt es wieder eine staatliche Förderung für den Kauf oder das Leasing neuer E-Autos – je nach Fahrzeug, Einkommen und Familiengröße zwischen 1.500 und 6.000 €. Details dazu in unserem Ratgeber zur E-Auto-Förderung 2026.
  • Kfz-Steuer: Reine E-Autos sind in der Regel für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit; die genauen Fristen hängen vom Zulassungsjahr ab und sollten aktuell geprüft werden.
  • Günstig laden zu Hause: Wer über eine eigene Wallbox mit Haushalts- oder speziellem Autostromtarif lädt, fährt deutlich günstiger als an öffentlichen Ladesäulen. Was das im Detail kostet, zeigt unser Überblick zu den E-Auto-Ladekosten.

Während die THG-Quote jedes Jahr aufs Neue fließt, ist die Kaufprämie einmalig und an eine Zulassung ab 2026 gebunden. In Kombination summieren sich die Vorteile über die Haltedauer eines E-Autos aber deutlich – die THG-Prämie ist dabei der Bonus, der mit Ihrem Ladeverhalten gar nichts zu tun hat.

Häufige Fragen

Wie viel bringt die THG-Quote 2026? Für ein reines E-Auto liegt die Prämie 2026 meist bei rund 300 €, mit Garantie-Angeboten bis etwa 370 €. Nach unten reicht die Spanne bis rund 95 € (Richtwerte, Stand 2026). Die genaue Höhe schwankt tagesaktuell und sollte individuell verglichen werden.

Bekomme ich die THG-Prämie auch für einen Plug-in-Hybrid? Nein. Berechtigt sind ausschließlich reine batterieelektrische Fahrzeuge (BEV). Plug-in-Hybride und Verbrenner sind ausgeschlossen.

Welche Unterlagen brauche ich? Nur die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) und Ihre Bankverbindung. Sie laden ein Foto oder einen Scan hoch, auf dem Sie als Halter eingetragen sind – mehr ist nicht nötig.

Garantie- oder Risiko-Modell – was soll ich nehmen? Das Garantie-Modell bietet einen festen Betrag und volle Planungssicherheit. Das Risiko-/Flex-Modell zahlt einen Prozentsatz (z. B. 80–90 %) des Erlöses und kann höher, aber auch niedriger ausfallen. Wer Sicherheit will, wählt Garantie; wer auf steigende Marktpreise spekuliert, das Flex-Modell.

Kann ich die THG-Quote jedes Jahr beantragen? Ja. Pro Fahrzeug ist die Vermarktung einmal jährlich möglich, und Sie können in jedem Jahr erneut teilnehmen – auch bei einem anderen Anbieter.

Wie lange dauert die Auszahlung? Das hängt von Anbieter und Modell ab. Garantie-Beträge werden oft zügiger ausgezahlt, während sich die Auszahlung beim Flex-Modell nach dem tatsächlichen Verkauf der Zertifikate richtet. Die konkrete Dauer erfragen Sie am besten direkt beim Anbieter.

Die THG-Quote ist eine der unkompliziertesten Möglichkeiten, mit einem Elektroauto bares Geld zu verdienen: einmal im Jahr den Fahrzeugschein hochladen, Modell wählen, Prämie kassieren. Weil die Beträge und Anbieter stark schwanken, entscheidet vor allem der Vergleich über die Höhe. Prüfen Sie die aktuellen Angebote daher jedes Jahr neu – ausführlich in unserem THG-Quote-Anbietervergleich.

Stand: Juli 2026. Angaben ohne Gewähr.