„KnoWay“-Robotaxis in GTA Online: der neue DLC erklärt

Technik

Mit dem Update „A Safehouse in the Hills“ zieht zum ersten Mal ein selbstfahrendes Auto durch die Straßen von Los Santos: die Robotaxis der fiktiven Firma KnoWay. Sie sind unübersehbar an den realen Waymo-Fahrzeugen orientiert – und dienen im Spiel als Aufhänger für eine Überwachungsgeschichte samt einer Reihe neuer Missionen. Welche reale Firma Rockstar dabei parodiert, wie Sie die „KnoWay Out“-Missionen ohne teuren Villenkauf freischalten und was die drei neuen Anwesen kosten – der Reihe nach.

Was die KnoWay-Robotaxis sind

KnoWay ist ein autonomer Taxidienst, wie ihn GTA Online zuvor nicht kannte. Statt eines fahrbaren Autos, das Sie selbst steuern, kurven die Vans fahrerlos durch die Stadt und nehmen Fahrgäste auf. Das Fahrzeug basiert auf dem Karin Vivanite, einem Minivan, dessen Dach mit einem auffälligen Lidar-Aufbau bestückt ist. Die Silhouette – Van plus rotierende Sensorik auf dem Dach – zitiert klar die frühere Waymo-Generation auf Basis des Chrysler Pacifica.

Der Werbeslogan im Spiel ist bewusst zweideutig: „We Kno where you’re going“ – „Wir wissen, wohin Sie fahren“. Das ist Programm, denn die Datensammelei ist Teil der Handlung.

Die Story: KnoWay, die FIB und die Überwachung

Der erzählerische Kern des DLC dreht sich um ein Überwachungsnetz. Im Verlauf der Missionen stellt sich heraus, dass KnoWay nicht bloß ein Mobilitäts-Start-up ist, sondern verdeckt vom Federal Investigation Bureau (FIB) – dem Spiel-Pendant zum FBI – betrieben wird. Die Sensoren der Robotaxis liefern das Rohmaterial, um illegale Aktivitäten in der Stadt lückenlos zu erfassen. Ihre Aufgabe ist es, den Aufbau dieses Netzes zu sabotieren.

Berichten zufolge gehört zur Inszenierung ein KI-Assistent namens „Haviland“, der die Überwachungsthematik verstärkt.

Damit greift Rockstar reale Debatten auf: Robotaxis, die permanent Kameradaten aufzeichnen, die Diskussion um Bewegungsprofile und die Vandalismus-Vorfälle, denen echte Waymo-Wagen in US-Städten bereits ausgesetzt waren.

Die „KnoWay Out“-Missionen mit Avi Schwartzman

Kontaktfigur für die neuen Aufträge ist der Hacker Avi Schwartzman, bekannt aus früheren Heist-Inhalten. Er schickt Sie durch eine Reihe von fünf Kontaktmissionen (die „KnoWay Out“-Kette), in denen Sie die Robotaxis ausschalten und das Überwachungsnetz stören.

So starten Sie die Missionen:

  • Sie brauchen keine der neuen Villen, um die fünf KnoWay-Missionen zu spielen – sie stehen als eigenständige Kette offen und zahlen wie gewohnt pro Durchlauf.
  • Die Missionen lassen sich freischalten, indem Sie den Anruf bzw. die Nachricht von Avi Schwartzman annehmen; danach starten Sie sie über das Missionsmenü oder direkt am Marker auf der Karte.

Wer die komplette Kette abschließt, erhält von Avi eine einmalige Bonuszahlung von rund 525.000 GTA$ – zusätzlich zu den Einzelvergütungen der Missionen.

Zusatzmission „Home Sweet Home“

Es gibt einen zweiten Strang, der an Besitz gekoppelt ist. Die Mission „Home Sweet Home“ erscheint erst, wenn Sie alle fünf KnoWay-Missionen abgeschlossen haben und mindestens eine der drei neuen Villen besitzen. Beim ersten Abschluss zahlt sie rund 500.000 GTA$.

Die neuen Mansions

Namensgeber des Updates sind die Villen in den Hügeln über Los Santos – laut Rockstar die bis dahin teuersten Immobilien in GTA Online. Drei Objekte stehen zur Wahl:

  • Tongva Estate – ab ca. 11.500.000 GTA$
  • Vinewood Residence – ab ca. 12.200.000 GTA$
  • Richman Villa – ab ca. 12.800.000 GTA$

Das sind die Grundpreise. Mit allen Ausbaustufen und Anpassungen kann eine Villa auf über 17.500.000 GTA$ klettern.

Die Villen sind nicht nur Deko: Sie schalten den erwähnten Bonusstrang frei und dienen als Ausgangspunkt für weitere Aktivitäten. Für Einsteiger, die noch nicht über einen zweistelligen Millionenbetrag verfügen, sind die KnoWay-Missionen der günstigere Einstieg in den Inhalt.

Release und technischer Rahmen

„A Safehouse in the Hills“ ist am 10. Dezember 2025 als kostenloses Content-Update für Grand Theft Auto Online erschienen, ausgeliefert mit dem Titel-Update 1.72.

Große Inhalts-Updates erscheinen seit einiger Zeit nur noch für PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC. Die Last-Gen-Konsolen PlayStation 4 und Xbox One erhalten keine neuen Story-DLCs mehr – wer dort spielt, sieht die KnoWay-Inhalte nicht.

Was daran real ist

Der Reiz des DLC liegt darin, dass die Satire dicht an der Realität bleibt. Waymo betreibt in mehreren US-Städten kommerzielle Robotaxi-Flotten; die Fahrzeuge sind mit Lidar, Radar und Kameras gespickt und zeichnen ihre Umgebung kontinuierlich auf. Genau diese Datenspur – wer wann wohin fährt – ist der Kern der In-Game-Verschwörung. Dass ausgerechnet eine Behörde im Hintergrund die Fäden zieht, überspitzt eine reale Sorge: Wem gehören die Bewegungsdaten, die selbstfahrende Flotten erzeugen, und wer bekommt Zugriff darauf?

Wer einen Überblick über weitere große Gaming-Neuigkeiten sucht, findet ihn in unserem Rückblick auf die Trends und Releases des Gaming-Sommers 2025.

FAQ

Muss ich eine Villa kaufen, um die KnoWay-Missionen zu spielen? Nein. Die fünf „KnoWay Out“-Missionen von Avi Schwartzman lassen sich ohne Immobilienbesitz spielen. Nur die Zusatzmission „Home Sweet Home“ setzt eine der drei Villen (plus die abgeschlossene Missionskette) voraus.

Sind die KnoWay-Vans fahrbare Fahrzeuge, die ich behalten kann? Sie treten primär als KI-gesteuerte Robotaxis in der Spielwelt auf, die Sie sabotieren, kapern oder von der Straße drängen. Das zugrunde liegende Modell ist der Karin Vivanite.

Welche reale Firma parodiert KnoWay? Optisch und thematisch orientiert sich KnoWay an Waymo, konkret an der Van-Generation auf Basis des Chrysler Pacifica mit Lidar-Aufbau auf dem Dach. Der Slogan „We Kno where you’re going“ spielt zusätzlich auf die Datensammelei autonomer Flotten an.